Blasenschwäche - Linderung ist möglich!
Ein Thema, über welches nicht gerne gesprochen wird ...
Unfreiwilliger Harnabgang (Inkontinenz) ist ein Thema, welches gerne verschwiegen wird. In der Schweiz leiden schätzungsweise 400´000 Menschen an Inkontinenz.
Blasenschwäche ist eine Erkrankung bei der mit geeigneten Mitteln oft eine Besserung oder Beseitigung der Beschwerden erreicht werden kann.
Von Blasenschwäche Betroffene vermeiden oft aus Furcht vor peinlichen Zwischenfällen Ausflüge oder gesellschaftliche Anlässe. Viele vertrauen dieses Problem dem Hausarzt nicht an, weil sie es als unvermeidbare Alterserscheinung ansehen.
Es gibt viele verschiedene Ursachen der Harninkontinenz: Veränderung des Beckenbodens nach Geburten, Blasenentzündung oder die Wechseljahre gehören ebenso dazu wie Parkinson-Syndrom, Schlaganfall und Diabetes. Schliesslich können auch gewisse Medikamente als Nebenwirkung eine Blasenschwäche hervorrufen.
Die Therapie richtet sich nach der Art der Inkontinenz
Man unterscheidet verschiedene Inkontinenz-Formen, welche unterschiedlich behandelt werden:
Stress-Inkontinenz: eine Schwäche des Schliessmuskels
Ohne vorherigen Harndrang verlieren die Betroffenen - meist Frauen - beim Husten, Lachen oder bei körperlicher Anstrengung kleinere bis mittlere Mengen Urin. Die kurzfristige Druckerhöhung im Unterbauch bedeutet Stress für den Schliessmuskel, welcher plötzlich nachgibt. Diese Form der Inkontinenz tritt auf, wenn der Schliessmuskel, z.B. nach einer Geburt, geschwächt ist. Bei Frauen führen spezielle Gymnastikübungen meist zur vollständigen Lösung des Problems! Diese "nebenwirkungsfreie Therapie" sollte richtig gelernt und regelmässig durchgeführt werden. (Kurse unter Leitung von Physiotherapeutinnen sind vorteilhaft). Bei Männern kann im Fall einer Stressinkontinenz eine Operation nötig sein, weshalb sie das Problem unbedingt mit dem Hausarzt besprechen sollten.
Drang-Inkontinenz: ein überaktiver Blasenmuskel
Der ballonförmige Blasenmuskel zieht sich bei gefüllter Blase zusammen, worauf man Harndrang verspürt. Die folgende Entleerung der Blase kann man normalerweise bewusst steuern.
Im Fall von Drang-Inkontinenz verspüren die Betroffenen einen plötzlichen Harndrang, welcher so stark ist, dass sie die Toilette oft nicht mehr rechtzeitig erreichen und grössere Mengen Urin verlieren. Als Grund für diese Form der Inkontinenz kommen viele Erkrankungen in Frage, welche nach Abklärung durch den Arzt oft medikamentös behandelt werden können. So gibt es spezielle krampflösende Mittel für den Blasenmuskel, bei einer Infektion sind ev. Antibiotika notwendig oder manchmal werden mit pflanzlichen Mitteln sehr gute Resultate erzielt.
Überlauf-Inkontinenz: eine eingeengte Harnröhre
Die Betroffenen sind meistens Männer. Sie verlieren oft unwillkürlich kleinere Mengen Urin ("Tröpfeln") und, obwohl die Blase gefüllt ist und sie Harndrang verspüren, ist der Harnstrahl nur schwach. Die Ursache dieser Inkontinenz-Form ist eine Einengung der Harnröhre, meistens durch eine vergrösserte Prostata. Eine ärztliche Untersuchung ist hier unbedingt notwendig. Bei gutartiger Erkrankung können verschiedene Medikamente eine Besserung erzielen, im Falle einer bösartigen Erkrankung bietet eine schnelle Therapie die besten Heilungschancen.
Inkontinenz-Produkte bieten diskret Hygiene und Sicherheit
Unabhängig von der Ursache des Problems sind spezielle Inkontinenz-Produkte hilfreich. Im Gegensatz zu Monatsbinden oder ähnlichem enthalten sie spezielle Substanzen, welche Flüssigkeit sofort binden. Der Urin wird so in eine gelartige Substanz verwandelt, welche sich nicht feucht anfühlt und auch keinen Geruch entwickelt. Der Vorteil solcher Produkte ist nebst dem sicheren Gefühl unter anderen Menschen (man sieht und riecht nichts) auch die bessere Hygiene: Infektionen und wunder Haut wird durch das feuchtigkeitsbindende Material sehr gut vorgebeugt.
Es existieren verschiedene Produkte z.B. in Form von selbstklebenden Einlagen in die Unterwäsche, Einlagen, welche mit Netzhöschen fixiert werden, eigentliche Höschen ("Slips", "Pants") und weitere Formen.
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