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Strotzt Ihr Zahnfleisch vor Gesundheit?

Risiko zu schweren Erkrankungen durch schlechte Mundhygiene:

Klinische Studien zeigen, dass eine gute Mundhygiene, ein guter Gebisszustand und insbesondere ein gesundes, nicht entzündetes Zahnfleisch das Risiko für die Erkrankung der Herzkranzgefässe (Herzinfarkt), Schlaganfall (Hirninfarkt) und untergewichtige Frühgeburten reduzieren können.

Schwere Zahnfleischerkrankungen erhöhen auch das Risiko des Fortschreitens von Diabetes.

Ursache der erhöhten Risiken:

Die erhöhten Risiken durch mangelnde Mundhygiene entstehen durch Bakterien, die überall in der Mundhöhle vorhanden sind und bei blutendem Zahnfleisch rasch in grosser Zahl in die Blutbahn gelangen und eine Infektion der Blutgefässe verursachen können.

Ausmass des Risikos:

Bei Zahnfleischerkrankungen ist das Risiko einen Herz- oder Hirninfarkt zu erleiden sogar weitaus grösser, als bei den bekannten Risikofaktoren wie Rauchen oder erhöhten Cholesterinwerten!

 

 


Zahnfleischerkrankungen:

Bei ungenügend behandelter Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kann Zahnfleischschwund (Parodontitis), eine fortschreitende Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates entstehen.Dabei breitet sich die Entzündung entlang der Zahnwurzel so aus, dass sich das Zahnfleisch vom Zahn löst (s. Bild).

Parodontitis ist bei über 40-jährigen Personen die häufigste Ursache von Zahnverlust.

 

 

Symptome:

Gerötetes, leicht geschwollenes Zahnfleisch oder Zahnfleischbluten beim Zähneputzen sind Zeichen einer Zahnfleischentzündung (s. Bild) und müssen ernst genommen werden.

Zahnfleischbluten beim Zähneputzen darf keinesfalls als Zeichen für besonders gewissenhafte Mundhygiene gewertet werden!

Zahnfleischbluten = Risiko zu schweren Erkrankungen


 

 

Zahnfleischentzündung

Massnahmen - Prophylaxe - Behandlung:

  1. Bei Risikopatienten ist es angezeigt, vor jeder Zahnreinigung den Mund mit einer antibakteriellen Lösung zu spülen, um das Ausmass der Bakterien in der Mundhöhle auf eine möglichst geringe Stufe zu reduzieren.

  2. Zähne gründlich und regelmässig (2-3 mal/Tag) mit einer weichen Zahnbürste und der vom Zahnarzt empfohlenen Technik reinigen. Das Zahnfleisch und die freigelegten Zahnhälse sollten dabei nicht verletzt werden. Viele brauchen zuviel Kraft und «schruppen» – (Vorsicht Zahnfleischverletzungen!). Für diese Person gilt in erhöhtem Masse die nachfolgende Empfehlung.

  3. Empfehlenswert sind Schallzahnbürsten, da sie ohne Druck angewandt werden und weniger Verletzungen verursachen.

  4. Begeben Sie sich beim Vorhandensein einer starken Gingivitis in zahnärztliche Kontrolle und wenden Sie regelmässig eine antibakterielle Zahnpaste an.

  5. Regelmässige, individuell nach Risiko angepasste, professionelle Entfernungen des Zahnbelages 1-6x pro Jahr durch die Dentalhygienikerin.

  6. Die Zahnzwischenräume regelmässig (täglich) mit den durch den Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin empfohlenen Mitteln reinigen.

  7. Falls eine Parodontitis diagnostiziert wird, soll diese sofort gründlich und radikal behandelt werden (die Bakterienschlupfwinkel müssen weg). Die Behandlung der Parodontitis kann von Ihrem Zahnarzt, Ihrer Dentalhygienikerin oder in schweren Fällen von einem Parodontologen (SSP) durchgeführt werden. Es kann sein, dass bei Bedarf lokal Medikamente eingesetzt werden müssen.

  8. Risikopatienten sollten auf die Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Hausarzt/Spezialisten achten.

  9. Die durch den Zahnarzt angeordneten regelmässigen Kontrolluntersuche nicht verschieben.

  10. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt , Ihre Dentalhygienikerin oder Ihren Apotheker.

Hätten Sie die obigen 10 Massnahmen-Regeln der Gesunderhaltung des Zahnfleisches gerne in schriftlicher Form in den Händen? Bei uns in der Apotheke erhalten Sie kostenlos die kleine Broschüre "Wenn Zähne heimlich an der Gesundheit nagen" (realisiert durch Biomed AG, Prophylaxe-Schule Zürich-Nord und Schweizerische Gesellschaft für Paradontologie).